Auf dem Rücken des Drachen

Dieses Wochenende kam mich Abel, ein Freund aus Amsterdam, besuchen der im Moment in Singapur studiert. Ein idealer Moment um das alltägliche Leben in Hong Kong mal wieder zu verlassen und etwas neues zu entdecken. Wir beschlossen den Dragonsback (Drachenrücken) zu besteigen. Dies ist eine wanderroute im süden von Hong Kong von wo aus man eine wunderbare Aussicht hat über den Rest von Hongkong und den Ozean an der anderen Seiter. Es war ein schöner sonniger Tag und wir stiegen hoch. An beiden Seiten des Weges waren dichtes und hohes Gebüsch.  Erst nach einer weile lichtete sich der weg und es öffnete sich einen fantastische aussicht über Türkisblaues Wasser und grüne Berge. In der Ferne konnte man die Hochhäuser der Stadt sehen. Wir schleppten uns weiter hoch während wir über die Küste hinaus starrten  Oben auf einer der Lichtungen öffneten wir eines der beiden Europäischen Biere die wir mitgenommen hatten und prosteten auf die Natur und wie Schön die Welt manchmal aussehen kann. Uns beide erinnerte die Küste ein wenig an die Küste von Mallorca oder Rhodos. Während uns der Schweiß den Rücken und der Stirn hinunter lief und die Sonne auf unsere Schultern brannte wehte ein kräftiger Wind alle sorgen weg. Zum ersten mal in Wochen spürte ich kalten trockenen Wind und ich spreizte meine Arme und genoss wie er den Schweiß trocknete und die Hitze wegblies.
Nachdem wir den Drachen bestiegen hatten machten wir uns wieder auf den Weg hinunter. Es ging mitten durch den Wald und Hongkong verschwand wieder hinter den Bäumen. Es war so angenehm ruhig. Anstelle von Autogebrumm hörte man die Vögel zwitschern und es flatterten große schwarze Schmetterlinge herum die auf den ersten blick wie kleine Vögel aussahen. 
Nach 4 Stunden wandern hatten wir dann unser Ziel erreicht. Auf einmal standen wir wieder zwischen kleinen weißen Häusern eines kleinem Dorfes und wir legten die letzten hundert meter zum Strand ab. Der hatte seinen Namen, big wave beach, nicht umsonnst gekriegt. Im wasser tümmelten sich die vielen Surfer die alle darauf warteten das die nächste perfekte Welle vorbeikam. Ich setzte mich in den Strand und schaute den Wellen dabei zu wie sie sich an der Küste zerschlugen. Die Sonne ging inzwischen hinter den Bergen unter und es fing an zu dämmern und ich streckte meinen müden Beine und malte mit meinen Zehen im Sand herum.

Als auch der letzte Sonnenstrahl erloschen war machten wir uns auf den Weg zurück in die Stadt mit einem der berüchtigten Minibusse. Er kurvte mit 80 km/h in den engen Bergkurven und ich war froh das es schon zu dunkel war um zu sehen wie steil die Hänge wirklich waren. Zurück in der Stadt gab es noch einen Highlight den ich Abel gerne zeigen wollte. Auf dem Dach der IFC Mall kann man gratis sitzen und die Aussicht von der Skyline genießen  Wir holten uns etwas zu essen und etwas zu trinken und Picknickten auf dem Dach. Auch hier wehte auf einmal ein enorm starker Wind der uns das essen fast aus den Händen fetzten und dieses mal war es weniger angenehm. Er legte sich schnell und wir genossen unseren weiteren Bierchen in guter Gesellschaft noch einer deutschen Freundin. Doch der Abend war noch nicht zu ende. Den was wäre ein Besuch an Hongkong ohne die Nightmarkets (Nachtmärkte) besucht zu haben und das Streetfood (Straßenessen) aus zu probieren. Wir quetschten uns zwischen die Hongkonger auf klapprige Plastikstühle und waren froh das die Karte voller Bilder war. Ich bestellte Tofu und Abel die berühmten Fishballs. Beides war auf ihre eigene Artundweise lecker, aber vielleicht doch mehr interessant. Mit noch einem letzten, diesmal Japanischem Bier liessen wir den Abend ausklingen.
Advertisements

12800 Gesichter zur Ruhe

Ich bin wieder da! Lange Zeit habe ich nichts mehr von mir hören lassen, gequetscht zwischen Hausarbeiten, Hongkong Leben und die immer größer werdende Aufgabe alles noch auf zu schreiben. Doch ich habe mich beim Herz gefasst und fange einfach an zu schreiben. Dann ist es halt Chronologisch durcheinander. Ich hoffe es gefällt euch immer noch.
Auch wenn man es bei einer modernen Metropole schnell vergessen wird verstecken sich auch hier die alten stellen voll mit Geschichte und Religion. Das ergibt immer wieder eine schöne Abwechslung von dem kunterbunten Stadtsalat. Mich besucht im Moment ein Freund aus Singapur und ich versuche ihm die schönsten und interessantesten Ecken von Hongkong zu zeigen. So machten wir uns heute früh auf den Weg in den Norden der Stadt wo sich die 10.000 Buddha Kloster befindet. Sogar hier in den suburbs (Vorstadt) von Hongkong kleben die Hochhäuser aneinander während die Bäume der wilden Natur sich darum versuchen zu schmiegen. Die Berge sind auf einmal sehr nah und färben das licht mit ihren grünen Hängen. Nachdem wir uns einen Kaffee gegönnt hatten am frühen morgen machten wir uns auf den weg um die steilen Steintreppe zum Kloster hoch zu laufen. Diese Treppe ist eigentlich das Highlight des Klosters denn sie ist geschmückt mit 12800 Buddha Statuen in den wildesten formen. Jeder einzelne hat einen einzigartig Gesichtsausdruck, Gesichtsform und wahrscheinlich eine eigene Geschichte. Es gibt dicke und dünne, komische, schlafende und sehr sehr gruselige. In der hellen Mittagssonne glänzten und schimmernden sie im schönsten Gold. Die Treppe war steil, und lang und in der Hitze eigentlich nicht zu ertragen aber wir schleppten uns hoch auf den Berg und pusteten und prusteten während wir die Aussicht genossen. Die großen weißen Wolkenkratzer verschwanden zwischen dem ganzen grün.
Auch das Kloster war schön. Es war sehr ruhig und roch angenehm leicht nach Weihrauch der der Kühlende Wind über den Platz scheuchte. Nur ein paar einzelne Leute hatten sich hier hoch verirrt. Im Tempel spielte leise Buddhistische Musik und man konnte einfach nur die Ruhe genießen  Alle vier Wände und die decke waren überseht mit tausenden kleinen Buddhas die ein kleines Licht festhielten. Sie schauten auf einen nieder, oder du schautest auf sie oder man schaute einfach zusammen ins nichts und versuchte seine Gedanken zu leeren und einfach nur die Musik zu geniessen. Die vielen kleinen lichter tauchten den ganzen Tempel in sanftes rötliches Licht. Doch der Weg führte noch weiter. Die goldenen Buddhas wurden mit jedem Schritt komischer und komischer bis sie einfach nur völlig verrückt aussahen. Auserdem wurden sie auch immer größer und hatten mehrere Attribute  Kinder oder Tiere die mit ihnen abgebildet waren. Doch am interessantesten war es noch immer um sich die Gesichter an zu schauen. Am ende des Weges waren mehrere kleine Teiche mit lebenden Schildkröten, Koikarpfen und eine große steinerne Dame die mit einer rosanen Perle auf einem Drachen stand. Ich habe keine Ahnung wer das war aber sie sah aus als ob sie die Erleuchtung gefunden hatte. Mit etwas leichteren Herzen und etwas müderen Beinen kehrten wir die vielen Stufen zur Stadt zurück und verschwanden wieder im Wirbel dieser Aufregenden Stadt.

Eine Reise in den Westen

Reis und Nudelsuppe. Das ist so ungefähr alles wovon man sich hier in Asien ernährt. Dazu kommt dan gemüse das man nicht kennt, fleisch das man nicht essen will (Hühnerbeine, Igitt!) oder lebensmittel die man einfach nicht erkennen kann. Jetzt nach fast zwei Wochen habe ich es mir dann mal gegönnt und bin für einen kurzen Augenblick zurück in den Westen gegangen: Zu Mac Donalds. Ich hatte so einen Heishunger auf Burger das ich es einfach nicht mehr aushalten konnte. Aber sogar der Mac Donalds hier ist anders als ich ihn kannte den es gibt hier die option „Create your own burger“ (Also erstelle dir deinen eigenen Burger!). Das macht es als Vegetarier schon mal viel einfacher um sich was bei Mac Donalds zu bestellen. Während ich auf meinen burger wartete schaute ich mich um und sah wie überal Hong Kongnesen saßen und sich die Burger hineinstopften. War doch irgendwie ein komisches bild. Das warten lohnte sich aber, denn der Burger den ich kriegte sah einfach hervorragend aus (und schmeckte auch so).

Ich presentiere: Den Vegetarischen Portobello Burger mit Zwiebel, Jalapeno, Tomate, Salat, Salsa, BBQ Soße, Cheddar-Käse auf Ciabatta Brötchen!

Ich kann mich sehen lassen oder?

 

 

Irgendwo im nirgendwo

Jetzt bin ich schon wieder eine Woche hier in Hong Kong. Inzwischen weiss ich wie man die MTR benutzt und fallen mir die ganzen Asiaten auch nicht mehr so auf wie am anfang. Sogar das Wetter ist inzwischen etwas erträglicher geworden (könnte aber auch daran liegen das es vor ein paar tagen so dolle geregnet hat). In meinem ersten Wochenende hier in Hong Kong habe ich eine ganz andere Seite von Hong Kong gesehen: anstelle den Hochhäusern, Lärm und vielen vielen Gassen fuhren ein paar Leute meiner Uni und ich zum Strand. Wir hatten uns in der ersten Woche kennengelernt und uns ein paar Abende getroffen.  Den anders als man vielleicht denken würde besteht Hong Kong nicht nur aus Hochhausstadt, darum herum sind viele Naturgebiete, Berge und kleine und große Tempel. 

Karte von Hong Kong. Alles was grün ist ist Naturgebiet! 

In der vorigen Woche hatte ich Leute kennengelernt die auch alle einen Austausch machten an der City University of Hong Kong. Diese hatten den Plan gefasst um am Wochenende zum Strand zu fahren. Wir waren eine Gruppe von 10 mit Leuten aus ganz vielen verschiedenen Ländern: Finnland, Kroatien, Deutschland, Holland, Frankreich. Eines der Mädchen das mitkam kam aus Hong Kong und wusste genau wo wir hinmussten (Und sie sprach Chinesisch, sehr praktisch). Früh am morgen um 11 versammelten wir uns um mit einen der vielen kleinen Mini-Busse hinaus aus der Stadt zu fahren. Afbeeldingsresultaat voor minibus hong Kong

Wir stiegen alle ein und es ratterte los. An allen seiten des Busses quietschte und knarrte es alsob es jeden augenblich explodieren würde. Quer durch die Stadt fuhren wir mit dem ding wobei es einen Affenzahn drauf legte. Menschen sprangen zur seite, Rotlichter wurden ignoriert und wir wurden durcheinandergeschüttelt (Das dritte war auf jeden fall war, die anderen zwei kann ich mir nur so vorstellen). Plötzlich war dan aufeinmal nivhts mehr vor uns zu sehen ausser Wasser und Land. Das letzte Hochhaus war hinter uns gelassen und der Mini Bus fuhr aufeinmal zwischen den Bäumen alsob es gar keine Riesenstadt hinter uns gab. Nach ungefähr einer Stunde waren wir angekommen in einem kleinen ortsteil. Doch die Reise endete noch nicht. Geschickt lenkte uns die Chinesin zu den Taxis und sagte dem Fahrer auf Kantonesisch (das Chinesisch was in Hong Kong gesprochen wird) wo es hingehen sollte. Wir stiegen ein und fuhren los, quer durch die ländereien und zwische hohen hügeln und an Kliffen vorbei. Der Ausblick war atemberaubend. Inzwischen gab es auch kein Netz mehr und wir hatten alle keinen plan mehr wo wir waren. Wir waren im nichts angekommen. Wir witzelten darüber das die Chinesin uns alle einfach irgendwo absetzen würde um uns unserem schicksal zu überlassen. Doch dan stopte das Taxi und wir schauten aus über ein wunderbares stücken Meer. Erst liefen wir eine halbe Stunde durch den wald. Unten beim Meer angekommen sahen wir einen weichen Sandstrand in einer kleinen Bucht. Es gab einen kleinen Kiosk wo mein essen und Kayaks mieten konnte. Das machten wir dan auch. Wir paddelten auf das meer hinaus und um die Bucht herum. Das Wasser war herrlich warm und der Wind bliess frische Seeluft durch die Haare. Endlich konnten sich die Lungen von der Stadsluft erholen! An der anderen Seite der Bucht war ein großes Loch im Felsen. Wir stiegen aus den Kayaks aus und schwammen hin um dan den Fels hochzuklettern um durch das Loch zu schauen. Die Wellen schlugen von der anderen Seite hinein und überspülten die vielen kleinen Steine die sich in dem Loch auf dem Bodem angesammelt hatten. (Leider habe ich hier keine Foto’s davon). 

Dan paddelten wir gegen den Wind wieder zurück und standen nach viel Anstrengung wieder auf festen Bodem. Da nicht genug Kayaks vorhanden waren um mit allen zusammen zu fahren fuhren jetzt die anderen der Gruppe noch mal los. Inzwischen ruhten ich, ein andere Hölländischer Junge, ein Franzose und das Chinesische Mädchen uns in der Sonne aus und liessen uns von ihr abtrocknen. Um uns gerum marschierten Chinesische Pfadfindergruppen und ein haufen Models rannte in langen weißen Kleidern auf dem Strand herum. Erst am späten Nachmittag machten wir uns wieder auf den Weg zurück in die Stadt. Ein wirklich schöner Tag. 

 

Bis Bald!

Lene

 

 

 

 

Lernen im Einkaufszentrum

Dienstag packte mich das Jetlag erst richtig. Es war mitten in der Nacht und ich konnte und wollte nicht einschlafen. Vielleicht war es auch die Spannung weil ich morgen zum ersten mal in die Uni gehen würde. 5 Stunden später kroch ich Auge reibend aus dem Bett, zog mich am und tapste Schlaftrunken aus dem Apartment und machte mich auf den weg. Dafür musste ich die MTR (Mass Transit Railway – Die Metro von Hong Kong) benutzen. So früh am Morgen wimmelte es von Menschen. Alle 2 Minuten kommt eine angefahren und quetschen sich 10 Leute in die schon viel zu volle Bahn. Mit der Bahn fuhr ich dann zur Uni und war glücklich als ich nach 20 Minuten wieder ein bisschen luft holen kannte nach dem Aussteigen. Die MTR endete in einem Einkaufszentrum. Ein bisschen verwundert fuhr ich mit den Rolltreppen in das Einkaufszentrum hoch, doch da waren doch wirklich Schilder die mich zur Uni führten Ich lief an teueren Läden wie Chanel und Marks und Spencer vorbei bis links noch eine Rolltreppe auftauchte die mich in einen Tunnel führte. Als ich durch einen Tunnel gelaufen war stand ich auch genau vor meiner Uni. Ein großes, Weiß gekacheltes Gebäude wie es üblich war zu bauen in den achtziger Jahren in Asien. Groß stand „City University of Hong Kong“ darauf. Es ist die jüngste Uni von Hong Kong und wurde erst in 1984 gegründet. Rechts und links von dem Gebäude war ein wunderschöner Garten angelegt.

Erstes Gebäude

Garten auf dem Uni-Gelände

Gespannt ging ich herein. Drinnen überraschte mich wieder eine Rolltreppe. Eine Rolltreppe in der Uni! Sowas hatte ich noch nie gesehen. Ich fuhr hoch und wusste nicht wo ich mich befand. Alles war so neu. In einer Viertelstunde würde die „Welcome ceremony“ (Willkommenszeremonie) anfangen, doch ich hatte keine Ahnung wo ich hin musste. Suchend schaute ich um mich herum. Tausend Türen und hunderte Schilder doch nichts zeigte mir das richtige Gebäude. Ich ging zu einer nett aussehenden Kongerin hin und fragte sie. Doch ihre Beschreibung war so wage das ich noch immer nicht schlauer wurde. Ich versuchte es selbst und ging wieder aus dem Gebäude hinaus. Inzwischen war die Viertelstunde schon vorbei. Ich lief durch den schönen Garten bis ein nächstes, 3-mal so großes Gebäude sich vor mir auftürmte. Ich stieg die Treppen zum Eingang hinauf und sah dort Schilder stehen die mich zu der Welcome ceremony führten. Oben stand eine riesige Schlange mit Studenten die warteten hinein zu gehen. Es war ein großer Konzertsaal. Die Ceremony wurde geleitet von zwei jungen Kong-Studenten. Die asiatische Kultur hat schon so seine Merkwürdigkeiten. Völlig erstaunt folgte ich dem geschehen. Die zwei zogen ein volles Rollenspiel ab dort auf dem Podium. Das ging dann ungefähr so:

„Sag mal John, wie ist das Leben an der City U“
„Ach Natalie, es ist wunderbar! Jeden Tag lernt man tolles neues und lernt neue Leute kennen“
„Ach kannst du mir den ein paar Beispiele geben“
„Als ich hier ankam war ich gar nicht sozial und jetzt durch alle Hilfe bin ich selbstversichert geworden!“

…Und so ging das weiter. Dann wurden die Professoren aufgerufen und sie kamen in einer langen reihe angelaufen. Alle hatten sie eine faszinierende Toga an und Hut auf. Dann fing der Präsident an eine Rede zu halten und zu erzählen wie wir alle eine große Familie waren und wir alle unser Bestes tun mussten. Die Veranstaltung wurde Abgeschlossen mit einem Gelöbte: Wir mussten alle versprechen das wir die besten Studenten sein würden die wir sein könnten und das wir die Uni und unsere Kommilitonen respektieren würden. So etwas gibt es in Holland nicht, aber auch die Dänischen und Deutschen Studenten neben mir schauten ein bisschen Fassungslos. Asiaten haben so ihre eigenen Gebräuche. Ich fand es sehr niedlich wie sie es presentierten. 

Die Aussicht aus dem Uni-Gebäude

Am Nachmittag traf ich mich dann noch mit Papa und wir tranken zusammen Kaffee und gingen abends noch mal Dim Sum essen!Bevor wir da ankamen schlenderten wir noch kurz über den Flower (Blumen) und Bird (Vögel) market. Hong Kong steht darum bekannt das es viele Straßenmärkte hat die auch sehr verschieden sind. So fand man hier mitten in der Stadt zwischen den Hochhäusern aufeinmal eine kleinen See von Pflanzen alsob man in den nächsten Schreinergarten reingelaufen waren. Es roch herrlich und das Gezwitscher war auch eine hübsche Abwechslung mit dem Ganzen Auto-gehupe.

Flower Market

Bird Market

Der Dim Sum Platz war überfüllt und wir mussten leider draußen warten. Doch es war das Warten sicher  Wie Es war diesmal sogar besser als das vorige mal und wir machten einen großen Bogen um die Hühnerbeine. Dan verabschiedeten wir uns. Am nächsten Morgen würde er sich früh wieder auf den Heimweg machen und würde ich ihn nicht mehr sehen. Da war der Abschied doch kurz schwer nach den par schönen Tagen die wir zusammen gehabt hatten. Aber in ein paar Monaten würde er ja vielleicht mit dem Rest wiederkommen!

Na dann, Bis bald!

Lene

 

Die Hitze lässt Grüßen

Heute zeigte die Stadt schon früh am Morgen ihr wahres Gesicht: es wurde unglaublich heiß. Heiß und Feucht um richtig zu zeigen das das hier kein Europa sondern Asien ist und Hong Kong auch viel südlicher auf der Erdkugel ligt.  Übermutig verlies ich das Haus und machte mich zu Fuss auf den weg zur Insel. Nachdem ich ein ganzes Stück gelaufen war kam ich völlig Beschwitzt und Ausgetrocknet zum Wasser. Eine Atembenemende Aussicht auf die Skyline von Hong Kong zeigte sich. Dort drüben tobte nicht nur das Leben; Hong Kong ist auch ein wichtiges Finanzielles Zentrum. Viele wichtigen Banken von China haben dort ihren Hauptsitz und diese konnte man ab dem Pier wunderbar betrachten.photo_2016-08-22_19-10-09 Ich machte mich bereit auf die nächste Herausforderung: Die U-bahn von Hong Kong. In einer Stadt von 7 Millionen Menschen bewegen sich die meisten mit dem Public Transport (Öffentlichen Verkehrsmitteln) fort. Ich quetschte mich in die Bahn die so gerammelt vol Stand das man sich nicht festhalten brauchte, man konnte gar nicht umfallen.

Angekommen an der anderen Seite war es nur noch voller als ich es schon kannte von Kowloon (Kowloon ist die Seite von Hong Kong die auf dem Festland ist). Doch die Leute waren anders gekleidet. Alle Männer im Anzug, alle Frauen im Bleistiftrock. Ich traf mich mit Papa auf einen Kaffee bevor wir uns auf den Weg machten eine Hong Kong Spezialität zu probieren: Dim Sum

Dim Sum sind kleine frittierte oder gedämpfte Häppchen. Beispiele sind teig Bällchen, Reisröllchen oder Dumplings die man am besten mit Maultaschen vergleichen kann. Am Ende bestellten wir noch Hühnerbeine doch diese waren wie der Name eigentlich schon vermuten lässt ungenießbar.

Wir machten uns auf den Weg um mit der „Peak Tram“ (Übersetzt: Straßenbahn zur Spitze) zum Höchsten Punkt von Hong Kong zu fahren um die Stad mal von Oben zu betrachten. Da war erst richtig zu sehen was wir da vor uns hatten. Eine Verticale Stadt die sich durch die Hügel und um den engen Kanal geschmiegt hatte und jedes verfügbare Stück erde Volgepflastert hatte. Überal stehen die Gebäude eng an eng und sehen alle gleich aus. Von weitem könnte man wirklich meinen das eine riesige Ameisenkolonie hergezogen ist und die erde beseht hat mit riesigen Hügeln. Doch das faszinierende ist nichtmal diese Millionenstadt sondern eher das alles darum einfach nur grüner Regenwald ist. In der Ferne zeichnen sich verschiedene Bergketten gegen den Horizont ab.

Unten fuhren wir mit der Fähre zurück nach Kowloon. Denn ich hatte heute Abend noch eine Verabredung der besonderen art. Sanne, eine Freundin aus der Schule hatte einen Zwischenstopp mit dem Flugzeug auf dem Weg nach Holland und so beschlossen wir uns kurzerhand dass das der perfekte Moment war um sich zu treffen. Wenn man sich schon 2 Jahre nicht gesehen hat kann man sich doch am besten an der anderen Seite der Welt wieder treffen!

Der Ende des Abends wurde abgeschlossen mit einem kurzen Rundgang auf dem Night Market, aber darüber erzähle ich ein anderes mal mehr.photo_2016-08-22_19-04-59

 

再見!

Lene

Willkommen in Ameisenbau

Endlich war es soweit: nach Tränen und Küssen und elf lange Stunden fliegen erreichte ich den kleinen Staat Hong Kong. Da stand ich dann, bepackt mit grosem schweren koffer und Rucksack und machte mich auf den weg in das Zentrum der Stadt. Während ich mich mit dem Zug der stadt näherte zeichneten sich immer mehr riesige wolkenkratzer empor die wie große Armseisenhügel hervorragten. Es war wirklich sehr beeindruckend. Angekommen am Bahnhof in Kowloon (das ist der Teil von Hong Kong der auf dem Festland ist) wimmelte es von Hong Kongnezen. Ich nahm mir ein Taxi und fuhr zu meiner verabredung mit Freddy.

Freddy? Wer ist Freddy. Freddy hatte ich kennengelernt über das Internet. Er vermietet Zimmer an Ausländer und er hatte eins für mich reserviert was ich mir jetzt anschauen durft. Mit großem grinsen und einer kalten Sprite-flasche in der Hand begrüßte er mich herzlich. „Willkommen willkommen in Hong Kong“.  Er selbst ist gar nicht von Hong Kong, sondern aus Panama. Deswegen unterrichtet Freddy jetzt Spanisch hier in Hong Kong und vermietet Häuser, denn es gefällt ihm hier sehr. Wir bogen in einen Hauseingang und fuhren hoch in das Apartment hoch. Für Hong Kong verhältnisse ist es sogar sehr groß: es hat 4 Schlafzimmer, eine küche und 1.5 Badezimmer. 1.5 Badezimmer? Ja, den hier in Hong Kong ist ein normales Badezimmer so groß wie bei uns nur die Besenkammer. Das Apartment wird von 4 Mädchen sich geteilt. Neben mir sind auch noch ein Französisches ein Ukrainisches und ein Irisches Mädchen da.Aber auch ein kleiner Hamster und noch ein Kaninchen teilen sich den Platz mit uns.

Unten auf den Straßen ist es vol. Vol mit Leuten, gehupe, gerüchen und allen möglichen Essenswaren. Bei den meisten sachen ist nicht zu erkennen was es überhaupt sein soll und die Chinesische schrift kann ich (leider) noch nicht lesen und so fasse ich es lieber erstmal noch nicht an. Nach einer weile herumgelaufen zu haben machte ich mich auf den weg nach Hause wurde aber gestört als ich die Straße nicht überqueren konnte. Eine riesige Karavane an Menschen demonstrierten mitten auf der Straße. Mit viel Musik und großen trommeln und  einer ganzen Blaskapelle. Sie demonstrierten dagegen das die Regierung armen Gefangen die Organe raubt und sie so umbringt! Ich war perplex, solche art Demonstrationen gibt es in Europa nicht.

Als sich der Abend näherte füllten sich die straßen mehr und mehr von Menschenmassen die sich in den Abendlichen Stunden vergnügen wollen. Zwischendurch drängeln sich die Rolex verkäufer die versuchen bei den par wenigen Touristen geld zu machen. Morgen werde ich mal auf die Insel fahren und schauen was dort so zu sehen gibt. 

再見!

Lene